Desislava Trendafilova

Projektbearbeiterin

»Endlich kann ich beruhigt Fragen stellen«

Gemeinsam mit Stefan Drobka sitzt Desislava Trendafilova am runden Besprechungstisch im Berliner Büro des Planungsbüros Drobka. Großformatige Pläne bedecken die gesamte Fläche. »Wo würdest Du Heizungskörper einplanen?«, fragt Stefan ohne große Vorrede. Zunächst ist Desislava etwas verblüfft. Ihre bisherigen Arbeitgeber hatten ihr immer nur gesagt, wo und wie sie etwas planen solle, nie aber nach ihrer eigenen Einschätzung gefragt.

Nach kurzem Überlegen unterbreitet Desislava einige Vorschläge und traut sich dann auch, offen zu Themen Fragen zu stellen, bei denen sie sich noch etwas unsicher fühlt. Auch das kennt sie nicht von ihren früheren Jobs. Im fachlichen Gedankenaustausch finden die beiden Ingenieure die beste Lösung zur Planung der Heizkörper. »Ganz easy war das«, stellt Desislava zum Ende der Besprechung fest.

Vor mehr als zehn Jahren entschied sich die Ingenieurin, ihr Heimatland Bulgarien zu verlassen und nach Deutschland zu gehen. Seitdem arbeitete sie sich kontinuierlich nach oben. In den ersten Jahren verdiente sie ihren Lebensunterhalt mit Reinigungsjobs und trat dann eine Praktikumsstelle in einem Planungsbüro an.

Danach stieg Desislava zur Technischen Zeichnerin auf, bis sie im Oktober 2020 kurzentschlossen ihren Job kündigte, um beruflich nochmals einen Schritt voranzukommen. Dabei stieß sie auf ein Stellenangebot des Planungsbüros Drobka und nun ist sie hier angekommen. Voller Tatendrang und fest entschlossen, sich zur Planerin weiterzuentwickeln.

»Ich finde die Leute cool in Deutschland«, erzählt Desislava, und auch für die typisch deutsche Regelungswut findet sie positive Worte: »Lieber zu viel regeln als zu wenig – wie in meiner alten Heimat Bulgarien.«

»Ich finde die Leute cool in Deutschland«, erzählt Desislava, und auch für die typisch deutsche Regelungswut findet sie positive Worte: »Lieber zu viel regeln als zu wenig – wie in meiner alten Heimat Bulgarien.«